Was ist Design?

Definitionen:

» Fremdwörter-Duden®:
De|sign
[disain; lat.-fr.-engl.] das; -s, -s: 1. zeichnerischer od. plastischer Entwurf, Skizze, Modell (bes. zur Gestaltung industriell gefertigter Gegenstände). 2. die nach Design (1) entstandene Form von etw.

» Microsoft Encarta Enzyklopädie®:
[…] Design, aus dem Begriff für „Zeichnung“ der romanischen Sprachen, z.B. lateinisch designare: bezeichnen, im Umriss darstellen; das italienische disegno bedeutet sowohl Zeichnung wie auch künstlerische Idee und geistiges Konzept […]

Woher hat der Begriff »Design« seinen Ursprung?

Mit dem Aufkommen des Industriezeitalters in Europa begannen auch die Überlegungen zur industriellen Formgebung, die soziale, ästhetische und technologische Aspekte beachteten. In Amerika stand die Gestaltung vor allem als verkaufsförderndes Element im Vordergrund. Durch die Kombination von Marketing und Design ließen sich Produkte meist deutlich besser absetzen. Funktionalität und eine zeitgemäße Hülle waren die Schlüsselfaktoren. Besonders in der aufkommenden Automobilindustrie spielte das Design von Anfang an eine entscheidene Rolle.
»Siehe auch: Seit wann gibt es Design?

Welche Aufgabe hat Design?

Design setzt die präzise Auseinandersetzung mit einer Sache oder einem Problem voraus. Bevor mit der Gestaltung eines Objektes begonnen werden kann, müssen etliche Fragen diskutiert werden. Probleme müssen aus verschiedenen Perspektiven betrachtet, hinterfragt und analysiert werden. Dabei stellt sich die wichtigste Frage nach der Zielsetzung. Wem soll die Dienstleistung nützen, oder was bringt einem das Produkt. Welche Qualitätsansprüche sind zu erfüllen, und wie teuer darf es werden?
Design stellt eine Schnittstelle zwischen den Anforderungen eines Anbieters, seien es nun Dienstleistungen oder Produkte, und den Wünschen des Kunden her. Design bewegt sich in den Bereichen zwischen angewandter Kunst, Ingenieurwissenschaften, Ergonomie und Marketing.
»Siehe auch: Welche Aufgaben hat ein Designer?

Design = Formgebung?

Die Formgebung ist sicher ein wesentlicher Bestandteil des Designs. Doch oft wird angenommen, Design sei ausschließlich die schöne "Verpackung" einer Sache. Doch anspruchsvolles Design macht sich Gedanken über den Sinn von Elementen und hinterfragt die Aufgaben. Dabei sollte ein Objekt seine Funktion sofort offenbaren und dem Nutzer die Funktionen möglichst einfach zur Verfügung stellen. Die Form sollte also Mittel zum Zweck sein. Dies schließt eine ansprechende »Hülle« selbstverständlich nicht aus.
»Siehe auch: Ist Design ein Modewort?

Warum ist Design meist teuer?

Es gibt immer verschiedene Ansätze im Design. Beispiel Möbel: Sie sind nicht ausschließlich aufgrund der gestalterischen Entwicklung teurer als herkömmliche. Entscheidender sind hier hochwertige Materialien und handwerkliche Verarbeitung, sowie die Stückzahl. Design kann Produkte durchaus auch preiswerter gestalten, wenn Verarbeitungsabläufe und Herstellungsverfahren optimiert werden und bei der Entwicklung mitbedacht werden.
Gutes Design ist ein Qualitätsfaktor und somit beeinflusst es auch den Preis. Investitionen in das Design sind auch Investitionen in die Qualität. Die Frage ist immer nur, welchen Qualitätsanspruch man an sich selbst stellt.

Ist Design ein Modewort?

Design liegt im Trend, denn der Begriff assoziiert etwas Positives. Wobei zur Zeit bei vielem der Begriff des »gestylt« besser passen würde. Wenn irgendwo Design drauf steht, dann ist es gut, so der Glaube vieler Konsumenten. Doch immer häufiger wird er enttäuscht, denn hinter der schönen Hülle werden Schwächen verborgen. So kommt es, dass der Begriff des Designs seinen Wert verliert und ausgebeutet wird.
»Siehe auch: Welchen Trends unterliegt Design?

Welche Aufgaben hat ein Designer?

Ein Designer (die Designerin natürlich inbegriffen) sollte ästhetische, funktionale, ökonomische, wie auch soziale und moralische Anliegen bei der Entwicklung eines Objektes beachten. Dabei übernimmt er häufig eine übergeordnetet Rolle in der Entwicklung und muss den Überblick über die teilweise komplexen Zusammenhänge behalten. Bei der Gestaltung eines technischen Produkts übernimmt er zuweilen viele Aufgabengebiete und muss Einblicke in die Technologie, Elektronik, Programmentwicklung, Bauteilgrößen, Industrienormen und vieles mehr haben. Die gestalterischen Fähigkeiten, Aspekte der Farbgebung, Ergonomie und Kundenwünsche kommen hinzu.

Seit wann gibt es Designer?

Für die Formgebung waren anfangs häufig Architekten, Künstler und Bildhauer zuständig, denn ein eigener Studiengang für Design kam erst Mitte des 20. Jahrhunderts auf.
Doch auch schon unsere Vorfahren waren Designer. Sie entwarfen Werkzeuge, um Ihre tägliche Arbeit zu erleichtern. Auch hier stand am Anfang ein Problem, dessen Lösungsfindung Teil des Designprozesses ist.

Welchen Trends unterliegt Design?

Hierzu gibt es sehr unterschiedliche Ansichten. Sollte Design neue Richtungen vorgeben, »trendy« sein oder einfach nur zeitlos. Letzteres ist eigentlich die Kunst des Designs, etwas Zeitloses und Langlebiges zu schaffen. Dabei kann sie durchaus neue Richtungen vorgeben, zum Beispiel durch die Verwendung neuer Materialen oder Herstellungsverfahren. Eine Form ist gelungen, wenn sie auch nach 20 Jahren noch ansprechend aussieht.
Leider ist solches Design selten. Langlebige Güter zu erzeugen ist nicht die Absicht vieler Produzenten. Lieber sollen die Menschen immer wieder aufs Neue zum Kaufen animiert werden.

Autor: Philip Simon
Dieser Text stellt die Ansichten des Autors dar und erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

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